Freitag, 29. Oktober, 21 Uhr bis Samstag, 30. Oktober, 7 Uhr

Die Frankfurter Theater spielen mit dem Beginn der Theatersaison 2021/22 vor fast leeren Häusern, dabei hat Frankfurts sehr vielfältige und spannende Kulturszene einiges zu bieten. Die "Radionacht der freien Kultur und Theater" widmet sich allen Bühnen und Theaterschaffenden, um im Radio das Publikum neugierig zu machen. Das Programm zeigt in 10 Stunden Sendezeit nicht nur deren Vielfalt, sondern auch ihre Eigenheiten und Gegensätze. Interviews mit Macher:innen und Theaterszenen aus dem laufenden Programm, vom Mehrspartentheater bis zur Improvisationsbühne, von Tanzfestivals bis zu Lesungen im Zimmertheater ist alles dabei.

Mit der Radionacht der Museen gab es im Januar 2021 bereits einen erfolgreichen Vorläufer. In Kooperation mit den Museen der Stadt Frankfurt und dem Kulturdezernat hatten die Häuser Gelegenheit, sich trotz Lockdown ihrem Publikum zu präsentieren. Es waren Features über die beteiligten Museen zu hören, die Jahresprogramme wurden vorgestellt, und es gab interessante Interviews mit Künstlern, Verantwortlichen und Kuratoren.

Zur neuen Radionacht der freien Frankfurter Kulturszene haben sich auf den Aufruf von radio x viele Institutionen gemeldet, von denen nun 29 Bühnen, Ensembles und Theaterschaffende dabei sind, darunter das Schauspiel Frankfurt, das Gallustheater, Theater Willy Praml, der Mousonturm mit dem Tanzfestival RM, das Freie Schauspiel Ensemble, die Volksbühne, das Studio Naxos und viele mehr. Sendungsmacher Thorsten Sinning dazu: "Wir beleuchten mit einem Schwerpunkt ein wenig beachtetes Kapitel in Frankfurt: Das Thema „Theater im Exil“ mit dem Güneş Theater, der Interkulturellen Bühne oder der Daritsche Theatergruppe. Gerade in der Zeit der Verfolgung von Künstler:innen und Journalist:innen im Iran, Belarus und der Türkei ist das Exil-Theater in der Diaspora Frankfurt hochaktuell!"

Es geht um Produktionen in Zeiten der Pandemie, das Thema Generationenwechsel, Diversität in den Stücken, ein Gespräch mit Marie Schwesinger als Dramaturgin zu ihrer Aufarbeitung des Mordes an Dr. Walter Lübke vor dem Frankfurter Landgericht, und das Theater als Barometer der Gesellschaft. Das Hörspiel „Corona Tears“ der Dramaturgin Marleen-Sophia Haagen wird uraufgeführt.

Die Sendung ist in insgesamt vier Wochen Produktionszeit mit großer Liebe zum Detail und Anteilnahme der radio x Sendungsmacher:innen entstanden. Mitgewirkt haben Cornelia Heier, Winfried Becker, Stefan Beck, Luna Atschekzai, Dada Vecerin sowie Dr. Peter Fey. Ein besonderer Dank geht an Antje-Maya Hirsch für die Musikauswahl.

Die Radionacht ist unter FM 91,8 und via Livestream auf radiox.de zu empfangen. Anschließend steht sie noch sieben Tage lang in der Mediathek radio x +7 zur Verfügung.

Weitere Informationen und der genaue Ablaufplan finden sich ab dem 27.10. unter dieradionacht.de.

radio x lädt euch herzlich dazu ein, eine nächtliche Reise durch die freie Kulturszene und Theater Frankfurts zu unternehmen. Viel Vergnügen!

Die Radionacht der freien Kultur und des Theaters

Donnerstag, 21. Oktober von 14 - 15 Uhr

Mit Dirk Hülstrunk

Kanada ist Gastland der Frankfurter Buchmesse 2021. Moderator Dirk Hülstrunk stellt mit Vivek Shraya und Canisia Lubrin zwei der wichtigsten jungen Stimmen der extrem vielfältigen kanadischen Spoken Word Szene vor.

https://vivekshraya.com/

https://www.poetryinvoice.com/poems/poets/canisia-lubrin

Kanada fbm logo

Canisia Lubrin credit Samuel Engelking©Canisia Lubrin: Foto: Samuel Engelking

VIVEK SHRAYA Credit Vanessa Heins©Vivek Shraya. Foto: Vannessa Heins

Sie gehen ins Fußballstadion, Kino, gewinnen Marathonläufe und fahren Fahrrad. Na und? Das Staunen setzt erst ein, wenn man erfährt, dass es sich um die Freizeitaktivitäten blinder Menschen handelt.

Seit 1964 findet am 15. Oktober der internationale Tag des weißen Stocks statt. An diesem Tag fordern die blinden und sehbehinderten Menschen in Deutschland zu mehr Rücksicht auf. Was hat sich seitdem getan?

In der Sondersendung am Freitag, 15. Oktober von 15-17 Uhr ist Karl Matthias Schäfer zu Gast bei Peter Kaiser. Schäfer ist im Landesvorstand des Blinden- und Sehbehindertenbundes Hessen und Betriebsleiter im Dialogmuseum Frankfurt. In diesem Museum werden kleine Besuchergruppen von blinden oder sehbehinderten Expert*innen durch einen lichtlosen Parcours mit wechselnden Themenräumen geführt.

Gegen Ende der Sendung gibt es „Die im Dunkeln siezt man nicht“ von Peter Kaiser zu hören. Menschen konnten eine völlig abgedunkelte Bar besuchen. Die Erfahrungen der Besucher zwischen Unsicherheit, Angst und großem Erfahrungsgewinn wurden in diesem Kurzfeature in O-Tönen eingefangen.

Laura Brichta Copyright 2671
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