Hier findet Ihr eine Auswahl bevorstehender Veranstaltungen im weiteren Sendegebiet.

Außerdem informiert Euch x wie raus, das Veranstaltungsmagazin für den Überblick im Untergrund, dienstags bis freitags von 18 - 19 Uhr auf radio x.

noch bis 11. Oktober 2020

Deutsches Architekturmuseum, Schaumainkai 43, Frankfurt-Sachsenhausen, Di, Do bis So 11–18 Uhr, Mi 11–20 Uhr

Ausstellung

Die Neue Heimat war der größte und bedeutendste nicht-staatliche Wohnungsbaukonzern im Europa der Nachkriegszeit. In einem Zeitraum von über dreißig Jahren hat das Gewerkschaftsunternehmen mehr als 400.000 Wohnungen geplant und ausgeführt. Die Projekte der Neuen Heimat sind sowohl Ergebnis eines einzigartigen Zusammenspiels von wirtschaftlichen Interessen und Politik, als auch Ausdruck und Spiegelbild der bundesdeutschen Sozialgeschichte. Anfang 1982 deckt der Spiegel auf, dass sich mehrere Vorstandsmitglieder der NH persönlich bereichert hatten. Sie hatten über Strohmänner Unternehmen gegründet und sich überteuerte Aufträge zugeschoben. Der symbolische Preis von 1 DM für das einstige DGB-Immobilienunternehmen samt Liegenschaften sorgte in den 80ern für deutschlandweites Unverständnis. Der skandalträchtige Zusammenbruch des Unternehmens markierte das Ende einer Epoche.

Erstmals werden in einer Architekturausstellung die Bauten und Projekte der Neuen Heimat an herausragenden Beispielen analysiert und in historischen Fotografien, Filmproduktionen, Planmaterialien und Originalmodellen präsentiert.   (rm)

Foto: Franz Scheper; Neue Vahr Bremen, 1957-1962 Max Säume, Günter Hafemann  Ernst May, Hans Bernhard Reichow, Alvar Alto, Wolfgang Bilau,  Hans Albrecht Schilling, Karl-August Orf; © Hamburgisches ArchitekturarchivBild: Franz Scheper; Neue Vahr Bremen, 1957-1962 Max Säume, Günter Hafemann, Ernst May, Hans Bernhard Reichow, Alvar Alto, Wolfgang Bilau, Hans Albrecht Schilling, Karl-August Orf; © Hamburgisches Architekturarchiv

Foto: Verwaltungssitz der Neuen Heimat Bayern, 1965–1971 Hans Maurer & Horst Mauder, © Architekturmuseum TUMBild: Verwaltungssitz der Neuen Heimat Bayern, 1965–1971 Hans Maurer & Horst Mauder, © Architekturmuseum TUM

noch bis 16. August 2020

Frankfurter Kunstverein, Markt 44, F-Altstadt

Ausstellung

Der Frankfurter Kunstverein hat unter dem Titel „How to Make a Paradise“ neun KünstlerInnen und Kollektive eingeladen, ein breites Spektrum künstlerischer Projekte zu präsentieren, die sich mit dem menschlichen Wunsch nach digitalem Eskapismus, sowie dem Drang, unsere Fähigkeiten durch den Einsatz von Technologie zu erweitern, auseinandersetzen. Kuratiert von Mattis Kuhn mit der Unterstützung von Franziska Nori, umfasst die Ausstellung multimediale Installationen, digitale Filme und VR-Experiences.

Paradiese klingen nach Erfüllung und Sehnsucht. Nach Ferne und Schönheit, nach Dasein ohne Mühe. Zu jeder Zeit, an jedem Ort sind digitale Gadgets verfügbar. Sie versprechen uns die Ausweitung der Komfortzone. Und sie entführen uns aus dem Hier und Jetzt. Sie nehmen uns mit in Welten, deren Erscheinungsoberflächen sich unseren Wünschen anpassen lassen. Verspielt, nutzerfreundlich und mit dem Klang sanfter Stimmen helfen sie uns mühelos durch den Alltag.

Ein Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf Anwendungen und Auswirkungen künstlicher Intelligenz. Damit digitale Assistenten auf ein Händeklatschen oder Fingerstreich reagieren, wird der Globus umspannt mit mächtiger Infrastruktur aus Satelliten, unterirdischen Kabeln, Datenbanken und Serverfarmen, die von einer Handvoll globaler Konzerne betrieben werden. Die Leistungen verbrauchen Energie, Rohstoffe und schlechtbezahlte Arbeit, bieten aber den schnellen Zugang zur Erfüllung unserer unmittelbaren Begehren. Künstliche Intelligenz, Robotik und Virtual Reality versprechen eine andere, erweiterte Welterfahrung ohne analoge Last, technisch optimierte Lösungen scheinbar ohne menschliche Fehler.  (rm)

Elisabeth Caravella, Howto, 2014, Ausstellungsansicht Frankfurter Kunstverein 2020, Photo: Norbert Miguletz, ©Frankfurter Kunstverein, Courtesy: the artistBild: Norbert Miguletz, ©Frankfurter Kunstverein, Courtesy: the artist

Noch bis August 2020

Centralstation, Im Carree 1, Darmstadt

Konzerte, Lesungen, Kindertheater, Wanderkino & Comedy

An Kreativität mangelt es den Kulturschaffenden derzeit nicht wirklich. Die Centralstation hat kurzerhand ein Kulturprogramm für weniger als 100 Gäste (je Veranstaltung) aus dem Boden gestampft, um den Ausfall des eigentlich geplanten Sommerprogramms halbwegs zu kompensieren. Lokale und regionale Künstler aus Darmstadt und dem Rhein-Main-Gebiet, die seit März auf Live-Publikum verzichten mussten, treten in der Centralstation auf.

Konzerte, Gespräche, Lesungen, Kindertheater, Wanderkino & Comedy stehen auf dem umfangreichen Programm. Tickets & mehr Infos unter centralstation-darmstadt.de/von-0-auf-100   (rm)

Von 0 auf 100: Kultur für 100 Gäste

Dienstag, 11. August 2020, 19 Uhr

Batschkapp, Gwinnerstrasse 5, F-Seckbach

Konzert

Der Gig wurde aufgrund der Coronakrise vom April 2020 auf diesen Termin verschoben. HundredsBild: J. Konrad Schmidt | (rm)

Sonntag, 21. Februar 2021, 20:00 Uhr

Schlachthof, Murnaustraße 1, Wiesbaden

Konzert

….play Darklands, das zweite Album, was ihnen in GB Gold einbrachte. Hört man „The Jesus And Mary Chain“ hat man das Gefühl, dass sie schon immer da waren. So zeitlos wie sie Anfang der 80er anfingen, scheinen sie noch heute. Sicherlich beeinflusst vom Pop der 60er, dem Proto-Punk der Velvets und dem Noise des No-Waves, gelten sie heute als die Wegbereiter des Shoegaze.

Der Gig wurde aufgrund der Coronakrise vom April 2020 auf diesen Termin verschoben. (dp)